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Chaos ist die neue Planung

Hallo alle zusammen, nach nun 2 Monaten meld ich mich auch wieder zu Wort. In letzter Zeit war hier leider die Hölle los. Jeder der schon einmal erlebt hat, was passiert wen sich ein Unternehmen vergrößert wird verstehen was ich meine. Wobei ja alles ganz einfach sein könnte: Man mietet neue Räume, plant die Zimmer und bestellt die passenden Möbel. Eigentlich nichts wirklich kompliziertes, außer man arbeitet bei uns. Dann ist das ganze ungefähr so anstrengend und zeitaufwendig wie Mandarin lernen. Erst wurde Monatelang rum diskutiert ob die neuen Räume genommen werden, als dann feststand, dass zusätzlicher Platz unbedingt benötigt wird, wurde dann doch mal ein Mietvertrag ausgearbeitet. Aber das war ja leider noch nicht alles, die zusätzlich angemietete Fläche war ein Großraumbüro also für uns ungeeignet, heißt Wände musste gezogen werden. Dafür hätte man sich aber erstmal überleben müssen, wer den ihn die neuen Räume soll. Wurde es offensichtlich nicht! Zumindest jetzt im Nachhinein betracht, wie ich darauf komme erklär ich gleich näher. Irgendwie wurden auf alle Fälle dann doch Wände eingezogen und Kabel verlegt, dass nichts so wirklich funktioniert, darauf hat von den Chefs bei der Übergabe keiner geachtet. Die Rollos haben nur in 2 von 4 Zimmern überhaupt einen Schalter zum öffnen und schließen, dass keiner von beiden geht ist natürlich zusätzlich problematisch. Die Küche wurde schief eingebaut, sodass man sobald man die Kühlschranktür öffnet, Angst haben muss gleich die komplette Tür mit in der Hand zu haben. Falls das öffnen aber ohne Probleme geklappt hat, lässt sich die Tür nur noch mit Gewalt schließen. Monate lang vor dem geplanten Umzug war bei uns hier schon totales Chaos angesagt. Die Tische, die wir hier immer haben, haben eine Lieferzeit von mind. 6 Wochen. 4 Wochen vor Übergabe war immer noch nichts bestellt und geplant wer jetzt tatsächlich "ausgelagert" wird wurde es auch nicht richtig. Als wir dann einfach mal so auf gut Glück 6 Tische bestellt hatten, ging es um die Regalfrage. Wie viele brauchen wir und wo sollen die dann wen hin?!? Ahnung hatte keiner der anwesenden Chefs, da ja der vermeintliche Chef mit Ahnung im Urlaub war. Also haben wir einfach wieder auf gut Glück bestellt. Dann 2 Wochen nach der Übergabe standen dann auch endlich die bestellten Tische und Regale, die Hälfte der Zimmer stand natürlich leer, weil wir nicht genug bestellt hatten. Nach weiteren 2 Wochen sind dann auch tatsächlich die ersten Kollegen umgezogen. Natürlich alles übers Wochenende und auch nicht durch eine professionelle Umzugsfirma sondern durch den Schwager einer Kollegin. 5 Wochen nach offiziellem Umzug wurden dann auch endlich ein Drucker geliefert, sodass die paar Leute die umgezogen sind jetzt tatsächlich auch Arbeiten können. Im Endeffekt haben wir jetzt 4 große Büros und 3 Einzelbüros, dass es anderes herum klüger gewesen wäre, war den Chefs wohl bei der "Planung" nicht bewusst. Die Hälfte steht immer noch leer und ist auch nicht geplant in nächster Zeit zu besetzen. Sollen doch lieber die Leute weiterhin zu 3. in kleinen Büros sitzen und sich gegenseitig auf die Nerven gehen. Wie ihr seht, war hier Chaos pur, weswegen unser Büroblog leider etwas zu kurz gekommen ist. Ich hoffe doch, dass sich das in den nächsten Tagen, Wochen oder Monaten wieder etwas einspielt und wir dann wieder mehr Zeit haben, euch alle mit unseren Bürofreuden beglücken zu können.
13.7.15 13:55


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Wer Sahne will muss Kühe schütteln

Kaum ist man mal eine Woche nicht im Büro liegt alles lahm. Also nun nach 2-wöchiger Pause, erneut ein Einblick in unser Büro. Vor nicht allzu langer Zeit war eine Dame bei uns beschäftigt, die für Schreibarbeiten zuständig war. Nennen wir sie einfach mal Frida. Frida war geschätzt Mitte 40 und leidet unserer Ansicht nach an Bulimie. Ist an sich nicht lustig und auch kein lustiges Thema. Eigentlich kann Frida einem Leid tun. Nun das aber: Frida ist bevor sie hier angefangen hat, zum Probearbeiten da gewesen. Sie war kaum zur Tür drin, hat sie sich bei uns direkt unbeliebt gemacht. Es gab kein Hallo, keine Vorstellung oder überhaupt die Erwähnung eines Grundes warum sie da ist. Einzige Aussage: "Wie lang dauert des?" Ich hab einfach gesagt: "Kommt drauf an wie schnell sie tippen können" Was will man auf sowas auch antworten. Unhöflich und bei mir direkt unten durch. Anscheinend konnte Frida ganz gut tippen, weil sie dann nach kurzer Zeit eingestellt wurde. Halbtags für 30 Std. die Woche. Bei uns in der Firma gibt es ein Zeiterfassungssystem, indem man sich in der Früh einstempelt und wenn man geht wieder ausstempelt. Für die, die im Rechnen ähnlich talentiert sind wie ich, 30 Std. pro Woche heißt 6 Std. pro Tag. Da wir bereits eine Schreibkraft haben, die Vormittags da ist, sollte Frida immer Nachmittags kommen. Von 12 Uhr bis 18 Uhr. Die 6 Stunden die sie da sein sollte hat sie insgesamt in den 5 Monaten, die sie bei uns war ganze 5 mal voll gebracht, sonst war sie nie so lang da. Meistens kam sie gegen halb 2 und ist um kurz vor 17 Uhr wieder abgehauen. Die Arbeit, die man ihr hingelegt hat, hat sie meistens wieder an andere weiter verteilt, weil sie angeblich ja nicht wusste wies geht, weil sie neu ist. Wobei man hier ja sagen muss, wenn sies einfach mal selbst gemacht hätte, hätte sie auch gewusst wies geht. Zusätzlich war sie in den 5 Monaten jeden Monat mindestens 1 Tag krank. Bis es dann zum Ende hin ging. Nach 4 Monaten ist sie plötzlich nicht mehr zur Arbeit aufgetaucht, keiner wusste was los ist, sie ging weder ans Handy noch an ihre Festnetznummer. Also haben wir die Polizei informiert, weil wir uns Sorgen gemacht haben, man kann ja nie wissen was passiert. Keine 20 Minuten nachdem wir bei der Polizei angerufen hatten, ruft der Polizist zurück und sagt uns das sie bereits an dem ersten Anruf ans Telefon gegangen ist und das es ihr soweit gut geht und sie einfach nur Krank ist und angeblich auch eine Mail geschrieben hat. Bei uns kam die Mail aber bei niemandem an. Danach hat sie jeden Tag angerufen um sich wieder für den Tag krank zu melden. Bei uns ist es Pflicht, dass man am 3. Tag der Krankheit die Krankmeldung vorlegt. Am 3. Tag ruft sie an und sagt heute geht es ihr noch nicht so gut also bleibt sie nochmal einen Tag daheim und wie sie des mit der Krankmeldung machen soll. Ob sie die schicken soll oder mitbringen, wenn sie wieder kommt. Doof wie ich bin hab ich zu ihr gesagt, sie soll sie mitbringen. Für mich heißt halt aber auch heute bleib ich nochmal daheim, dass morgen jemand wieder kommt. Also wäre es egal gewesen, ob sies schickt oder mitbringt, wäre gleichzeitig da gewesen. Am nächsten Tag telefoniert sie mit meiner Kollegin und erzählt ihr, dass es ihr immer noch nicht besser geht, aber dass sie "morgen" wieder kommt. "Morgen" hat sie dann bei mir angerufen und mir erzählt, dass sie ja gestern schon gesagt hat, dass sie die komplette Woche nicht mehr kommt. Krankmeldung war natürlich immer noch keine da. Nach 1,5 Wochen haben wir dann nach mehrmaligen Telefonaten die erste Krankmeldung bekommen und das auch nur per Fax. Ausgestellt an dem Tag an dem sie sie reingefaxt hat und rückwirkend für die komplette Woche die sie nicht da war. Das Spiel hat sie dann nochmal 3 Wochen mit uns gemacht. Am Ende der 4. Woche stand sie plötzlich wieder auf der Matte, nachdem im Büro schon intern Wetten abgeschlossen wurden, wann und ob sie überhaupt nachmal wieder auftaucht. Also wie gesagt plötzlich stand sie hier am Empfang. Ich war grad nicht am Platz komme wieder und da steht sie wie ein Häufchen Elend und bewegt sich kein bisschen. Als ich dann Hallo gesagt hab, wollte sie nur wissen ob unser Chef da ist, weil sie gern mit ihm sprechen würde, worauf hin ich ihr sagte, dass alle unsere Chefs die restliche Woche nicht mehr kommen würden. Richtig lustig ist es nur, wenn ich das als Dialog wieder gebe, also: Frida:"Der Chef ist heute schon da oder? Ich wollte doch noch mit ihm reden." Ich: "Nein 2 haben Urlaub und der 3. ist die Woche auf Geschäftsreise." F: "Achso. Und Vertretung ist dann auch keine da?" I: "Nein. Wie gesagt, 2 haben Urlaub und der letzte ist außer Haus." F: "Achso hat unser Chef dann wegen mir irgendwas gesagt?" I: "Nein. Hätte er was sagen sollen?" F: "Weiß ich nicht. Dann will er das ich Arbeite oder?" I: "Naja ich geh schon davon aus. Dafür bist du ja auch da." F: "Ja ok. Dann geh ich an meinen Platz." Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, was hier im Büro los war, also sie an den einzelnen Zimmern vorbei gegangen ist. Überall wurde getuschelt und gelacht. Natürlich hatte niemand damit gerechnet, dass sie wieder kommt. Arbeit lag auch keine bei ihr am Platz, weil alle ihr Zeug selber gemacht haben. Also ist sie von Büro zu Büro gegangen und hat überall nach Arbeit gefragt. Aber wie viele das bestimmt kennen, wenn kein Chef da ist, fällt auch nicht so viel Arbeit an. Also kam sie nach 2 Stunden wieder und meinte sie geht dann jetzt wieder und holt die Stunden am nächsten Tag rein. Als dann geklärt war, das am nächsten Tag (ein Freitag) noch weniger Leute da sein werden und sie vermutlich wieder nichts zu tun haben wird, ist sie gegangen. Und wie zu vermuten, Freitag war sie natürlich nicht da. Sie wollte sich lieber noch richtig auskurieren. Lang hats danach zum Glück nicht mehr gedauert, bis sie ihren letzten Tag hatte. Aber bei fast 100 Minusstunden und geschätzten 25 Kranktagen in 5 Monaten sollte das auch wirklich niemanden wundern. So nun zum eher ekligen und nicht ganz so lustigen Teil der Geschichte: Die Bulimie! Die ersten Tage an denen sie bei uns angestellt war, hat man natürlich nichts gemerkt, aber umso länger sie da war umso auffälliger wurde das Ganze. Ein paar haben sie direkt auf dem Klo dabei erwischt. Und man konnte neben Essensbröseln in den Toiletten auch immer wieder Spritzer von irgendwelchen Mageninhalten auf dem Boden und am Waschbecken entdecken. Noch dazu hat sie und auch die Toilette, auf der sie immer war, extrem nach Erbrochenem gestunken. Zeitweise war es für alle Frauen hier eine solche Zumutung, dass niemand mehr auch nur in die Nähe der Toilette kommen wollte. Nach einigen Wochen dann, der Super-GAU. Auf dem Klo wurde ein Becher mit Sahne gefunden. Offensichtlich wurde versucht den Becher zu verstecken. Als man sich den Becher genauer angesehen hat, sah man, dass dieser geöffnet war als würde jemand öfter daraus trinken. Eine halbe Stunde später stand besagter Becher plötzlich wieder im Kühlschrank. Wer sich ein bisschen mit dem Krankheitsbild auskennt, weiß für was die Sahne da ist. Alle anderen können es gerne Googlen oder aber wer einen empfindlichen Magen hat, denkt sich seinen Teil lieber und lässts sein. Also ich hoffe, dass wird hier von niemandem falsch verstanden. Wie gesagt, Bulimie ist nicht lustig und auch nichts worüber man Witze machen sollte, aber wer diese ganze Situation hier miterlebt hätte, könnte sich am Ende ein Grinsen bestimmt auch nicht verkneifen. Hier hoffen natürlich alle, dass es Frida gut geht und sie die Hilfe bekommt, die sie ganz offensichtlich braucht. Und somit wünsch ich jetzt allen eine schöne Woche und denen denen ich jetzt den Appetit versaut hab, tut mir Leid, aber das ganze musst einfach mal gesagt werden.
12.5.15 15:55


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